Ein gutes Testimonial zeigt, welches Problem dein Kunde hatte und wie du ihm geholfen hast. Frage danach, wenn er das Ergebnis eurer Zusammenarbeit erlebt hat. In einem Gespräch erzählt er dir, wie es vorher war, was ihm bei der Zusammenarbeit geholfen hat und was sich seitdem verändert hat. Daraus machst du eine Kundenstimme, lässt sie von ihm freigeben und zeigst sie auf deiner Website.
Warum kurze Testimonials, wie man sie immer wieder auf Websites sieht, nicht reichen.
Du hilfst deinen Kunden, bringst ihnen gute Ergebnisse und bekommst dafür regelmäßig positives Feedback. Auf deiner Website steht davon aber kaum etwas. Wer dort deine Referenzen liest, erfährt nur, dass die Zusammenarbeit „super“ war. Das könnte genauso bei jedem deiner Wettbewerber stehen.
Das liegt oft daran, wie du nach der Kundenstimme fragst. Wenn du deinem Kunden einfach einen Google-Link schickst, muss er sich selbst überlegen, was er schreiben soll. Er weiß aber gar nicht, welche Teile seiner Erfahrung für deinen nächsten Traumkunden wichtig sind.
Mach es ihm leicht und stell ihm konkrete Fragen. Wenn du ihn durch seine Erfahrung führst, kann er dir viel mehr erzählen als „Alles super, gerne wieder“.
„Die Zusammenarbeit war super. Sehr professionell und immer pünktlich.“
Welches Problem hattest du? Was hat sich verändert? Woran merkst du das heute?
Dein Traumkunde möchte beim Lesen verstehen, ob du sein Problem kennst und schon jemandem geholfen hast, der in einer ähnlichen Situation war. Deshalb sollte die Kundenstimme zeigen, wie dein Kunde von seinem ursprünglichen Problem zum gewünschten Ergebnis gekommen ist.
01 / Die Basis
Die Basis für gute Testimonials: begeisterte Kunden.
Wenn du begeisterte Kundenstimmen haben möchtest, musst du deinem Kunden auch eine Zusammenarbeit bieten, von der er begeistert erzählen kann. Dazu gehört, dass du organisiert bist, Zusagen einhältst und ihm Arbeit abnimmst. Richtig spannend wird es, wenn du mitdenkst und ihm zusätzlich etwas gibst, das er gut gebrauchen kann.
Ein Beispiel wäre, einem Kunden nach dem Website-Projekt noch eine Slideshow-Vorlage zu geben, die zum neuen Design passt. Damit kann er direkt eigene Inhalte für Social Media erstellen. Es ist ein Bonus obendrauf, mit dem er nicht gerechnet hat und der ihm die Arbeit leichter macht.
Sorge dafür, dass du die Extrameile gehst und deinem Kunden die Ergebnisse bringst, die er sich von der Zusammenarbeit versprochen hat. Zeig ihm anschließend auch, was ihr erreicht habt. Im Alltag vergisst man schnell, wie es vorher war.
Frag ihn deshalb schon vor der Zusammenarbeit: „Auf einer Skala von 1 bis 10, wo stehst du gerade in diesen Bereichen?“ Wähle dafür die Bereiche, die ihr gemeinsam verbessern wollt. Nach der Zusammenarbeit stellst du ihm genau die gleichen Fragen.
Bämm. Jetzt sieht dein Kunde selbst, wie weit er gekommen ist und dass er sein Ziel erreicht hat. Dafür musst du natürlich liefern. Wenn du das getan hast, hilf ihm auch dabei, diesen Fortschritt zu erkennen. Genau darüber kann er später in seinem Testimonial erzählen.
02 / Das Timing
Wann solltest du nach einem Testimonial fragen?
Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, möchtest du am liebsten direkt nach einer Kundenstimme fragen. Je nachdem, was du für deinen Kunden gemacht hast, hat er zu diesem Zeitpunkt aber noch gar nicht das Ergebnis erlebt, wegen dem er dich beauftragt hat.
Wenn ich direkt nach dem Website-Launch frage, kann mein Kunde mir sagen, dass ihm das Design gefällt und die Zusammenarbeit gut lief. Wenn ich aber stattdessen warte, bis der Kunde Anfragen über seine Website bekommt, dann kann er erzählen, was die Website konkret für sein Unternehmen bewirkt hat.
Tim Jaschke hat im ersten Monat nach dem Launch zehn neue Projekte über seine Website gewonnen. Hätte ich ihn direkt zum Livegang nach einem Testimonial gefragt, hätte er davon noch gar nicht erzählen können.
Tims Kundenstimme ansehen →Drei Signale, auf die du achten kannst
- Dein Kunde meldet sich mit einem Erfolg. Zum Beispiel mit neuen Anfragen oder einem erreichten Ziel.
- Eure gemeinsame Arbeit zeigt Wirkung. Eine Kampagne oder ein veröffentlichtes Projekt bringt das gewünschte Ergebnis.
- Es kommt relevantes Feedback von außen. Etwa wenn die neue Gestaltung genau die Reaktion auslöst, für die dein Kunde dich beauftragt hat.
Überleg dir also, welches Ergebnis dein Kunde durch die Zusammenarbeit erreichen wollte. Hat er dich beauftragt, damit er mehr Anfragen bekommt, dann frag nach, sobald diese Anfragen kommen. Dann kann er dir genau erzählen, ob und wie du ihm dabei geholfen hast.
03 / Die Anfrage
So fragst du Kunden nach einem Testimonial.
Wenn dein Kunde dir begeistert von einem Ergebnis erzählt, ist das eine gute Gelegenheit, ihn nach einem Testimonial zu fragen. Freu dich mit ihm und schlag ihm vor, seine Erfahrung in einem kurzen Gespräch festzuhalten.
Du kannst deinem Kunden dafür ein kurzes Formular schicken, zum Beispiel mit sieben Fragen, die nacheinander angezeigt werden. So muss er sich nicht vor eine leere Textbox setzen und überlegen, wie er anfangen soll. Wenn du ausführlichere Antworten haben möchtest, geh die Fragen mit ihm in einem Call durch und sprich vorher ab, dass du das Gespräch aufnimmst.
Vom kurzen Formular zum ausführlichen Testimonial-Call
Für einen ausführlichen Testimonial-Call kannst du 15 Fragen vorbereiten und ungefähr 15 bis 30 Minuten einplanen. Du gehst die Fragen mit deinem Kunden durch und lässt ihn in Ruhe erzählen. Manche Antworten dauern ein bis zwei Minuten, andere sind kürzer. Wenn ihm zu einer Frage nichts einfällt, geht ihr einfach zur nächsten weiter. Interessant sind die Erlebnisse, die ihm im Kopf geblieben sind und die er dir in seinen eigenen Worten beschreiben kann.
Die 15 Fragen weiter unten kannst du direkt für dein Gespräch nutzen. Geh auf die Antworten deines Kunden ein und frag nach, wenn dich etwas genauer interessiert. Die Fragen zu Zahlen passt du an das Ziel eurer Zusammenarbeit an, etwa mehr Anfragen, weniger Aufwand oder bessere Abläufe.
Sag deinem Kunden schon bei der Einladung, dass du dich um die Aufbereitung kümmerst. Er muss nur deine Fragen beantworten und bekommt den fertigen Text danach zum Gegenlesen. Er muss sich also weder vorbereiten noch selbst einen Text schreiben.
04 / Der Fragenleitfaden
15 Fragen für dein Testimonial-Interview
„Warst du zufrieden?“ lässt sich mit einem Wort beantworten. „Was war dein Problem, bevor wir zusammengearbeitet haben?“ öffnet ein Gespräch.
Geh mit deinem Kunden zuerst durch, welches Problem er hatte und was er erreichen wollte. Danach sprecht ihr über eure Zusammenarbeit, seine Ergebnisse und darüber, wem er dich empfehlen würde. Diese Fragen helfen dir dabei:
- Was war dein Problem vor unserer Zusammenarbeit?Wie hat es sich in deinem Alltag oder im Unternehmen bemerkbar gemacht, und was wolltest du verändern?
- Welche Gedanken haben dich fast davon abgehalten, mit mir zusammenzuarbeiten?Gab es Bedenken, Zweifel oder frühere Erfahrungen, die bei deiner Entscheidung eine Rolle gespielt haben?
- Was war dein WOW-Moment in unserer Zusammenarbeit?Wann hast du gemerkt, dass dir die Zusammenarbeit wirklich etwas bringt?
- Was hat sich bei der wichtigsten Kennzahl für dein Ziel verändert?Wie war der Stand vorher und wo stehst du heute? Das können zum Beispiel Anfragen pro Monat, Bearbeitungszeiten oder Fehlerquoten sein.
- Welche konkreten Erfolge hast du seitdem erzielt?Was ist in welchem Zeitraum dazugekommen, etwa neue Kunden, abgeschlossene Projekte oder eingesparte Arbeitsstunden?
- Was hat dir unsere Zusammenarbeit finanziell gebracht?Kannst du ungefähr sagen, wie viel zusätzlichen Umsatz du erzielt oder welche Kosten du eingespart hast?
- Was bringt dir die Zusammenarbeit noch, abgesehen von diesen Zahlen?Was ist heute leichter, angenehmer oder möglich, was vorher nicht ging?
- Wie wirkt sich das Ergebnis auf andere Bereiche deines Unternehmens aus?Profitieren zum Beispiel dein Marketing, dein Vertrieb oder dein Team davon? Was funktioniert dort jetzt besser?
- Warum hast du dich für mich entschieden und nicht für jemand anderen?Was hat dich überzeugt, und was war dir bei der Entscheidung besonders wichtig?
- Welches Feedback bekommst du seitdem von anderen?Was sagen Kunden, Interessenten oder Mitarbeitende zu den Veränderungen?
- Wie hat sich unsere Zusammenarbeit insgesamt auf dein Unternehmen ausgewirkt?Was hat sich für dich als Unternehmer oder für euren Arbeitsalltag verändert?
- Passt das Ergebnis zu deinem Unternehmen und euren Ansprüchen?Woran erkennst du, dass es zu euch passt und das widerspiegelt, wofür ihr steht?
- Was würdest du jemandem raten, der noch überlegt, mit mir zusammenzuarbeiten?Was sollte diese Person aus deiner Sicht wissen, bevor sie sich entscheidet?
- Wenn dich jemand fragt, wie die Zusammenarbeit mit mir war: Was würdest du antworten?Wie hast du die Kommunikation, den Ablauf und die persönliche Zusammenarbeit erlebt?
- Was möchtest du jemandem, der deine Erfahrung gerade liest oder anschaut, noch mitgeben?Gibt es etwas, das wir noch nicht besprochen haben und das dir wichtig ist?
Wenn dein Kunde sagt, dass etwas „viel besser“ geworden ist, frag nach: „Hast du dafür ein Beispiel?“ oder „Woran hast du das gemerkt?“ Vielleicht bekommt er jetzt mehr Anfragen oder spart seinem Team jede Woche mehrere Stunden Arbeit. Vielleicht fällt ihm auch eine bestimmte Situation ein, die vorher schwierig war und heute problemlos läuft. Solche Antworten helfen deinem Traumkunden, das Ergebnis zu verstehen.
Dein Kunde liefert die Erfahrung.
Du hilfst ihm, sie greifbar zu erzählen.
05 / Die Verwendung
Testimonials als Text, Video und kurze Clips nutzen.
Manche Besucher möchten sich deinen Kunden im Video anhören, andere lesen lieber seine Erfahrung durch. Wenn du den Testimonial-Call aufgenommen hast, kannst du ihnen beides anbieten und zusätzlich kurze Ausschnitte für Social Media nutzen.
Für Menschen, die Ausgangslage, Zusammenarbeit und Ergebnis verstehen wollen.
Für Stimme, Emotion und die Person hinter der Erfahrung.
Ein konkretes Ergebnis oder ein wichtiger Moment als Einstieg in die ganze Geschichte.
Die Veränderung Schritt für Schritt zeigen, statt einen langen Text einfach kleiner zu setzen.
Bewahre dafür die vollständige Aufnahme auf und suche dir die Antworten heraus, die auch als kurzer Clip verständlich sind. Das kann eine Antwort zum ursprünglichen Problem sein oder die Stelle, an der dein Kunde von seinem Ergebnis erzählt. Aus einem Gespräch mit 15 Fragen können so mehrere Clips entstehen, die du nach seiner Freigabe einzeln veröffentlichst.
Wenn dein Kunde konkrete Zahlen nennt, kannst du sie neben dem Video hervorheben. Bei Tim wären das zum Beispiel die zehn neuen Projekte im ersten Monat. Damit sieht dein Besucher sofort, welches Ergebnis hinter der Kundenstimme steckt.
Vom Video zum Text-Testimonial: transkribieren, bearbeiten und freigeben lassen.
Dein Kunde hat dir seine Geschichte bereits erzählt. Mit einem Transkript kannst du daraus ein schriftliches Testimonial machen, ohne dass er alles noch einmal aufschreiben muss. So gehst du vor:
- Lass das vollständige Interview transkribieren.Lade die Aufnahme in ein Transkriptionsprogramm. Es wandelt die gesprochenen Antworten in Text um, sodass du das Gespräch nicht selbst abtippen musst.
- Mach aus dem Transkript ein lesbares Text-Testimonial.Lies das Transkript durch und gleiche unklare Stellen mit der Aufnahme ab. Entferne Füllwörter und Wiederholungen und ordne die Antworten nach Problem, Zusammenarbeit und Ergebnis. Schreib aus der Sicht deines Kunden und behalte seine Formulierungen bei, damit der Text auch nach ihm klingt.
- Schick deinem Kunden den fertigen Text zur Freigabe.Dein Kunde liest den Text durch und sagt dir, ob alles passt oder ob er noch etwas ändern möchte. Zeig ihm auch die Videoausschnitte, die du verwenden möchtest, damit ihr vor der Veröffentlichung alles abgestimmt habt.
- Mach ihm die Veröffentlichung leicht.Wenn du zusätzlich eine Bewertung möchtest, schick ihm den abgestimmten Text und den direkten Link, zum Beispiel zu deinem Google-Profil oder zu Trustpilot. Dann hat er seine Erfahrung schon ausformuliert vor sich und kann sie selbst veröffentlichen.
Ein Gespräch, mehrere Formate: Du hast das lange Video für deine Website, kurze Clips für Social Media und ein schriftliches Testimonial. Dein Kunde beantwortet deine Fragen und gibt das Ergebnis frei. Die Aufbereitung übernimmst du.
So präsentierst du ein ausführliches Testimonial.
Zeig das Video mit einem passenden Vorschaubild und setz eine starke Aussage deines Kunden daneben. Ergänze seinen Namen, seine Position und sein Unternehmen. Darunter kannst du das ursprüngliche Problem, die Zusammenarbeit und das Ergebnis hervorheben. Dein Besucher versteht dann schon vor dem Abspielen, worum es geht, und kann entscheiden, ob er sich die ganze Geschichte ansehen möchte.
Wo gehören Testimonials auf deine Website?
Platziere Kundenstimmen dort, wo du erklärst, was du für deine Kunden erreichst. Wenn du zum Beispiel schreibst, dass dein Angebot mehr qualifizierte Anfragen bringt, passt dazu die Erfahrung eines Kunden, der genau das erreicht hat. Zeig eine starke Aussage direkt auf der Seite und mach den ausführlichen Text oder das Video leicht zugänglich.
Wie das aussehen kann, siehst du bei meinen Kundenstimmen. Dort findest du Texte und Videos von Kunden mit unterschiedlichen Ausgangslagen. Wenn du auch verstehen möchtest, wie wir ihre Websites aufgebaut haben, schau dir die ausführlichen Fallstudien an.
So sehen Video- und Texttestimonials auf einer Website aus
Hier kannst du dir Kundenstimmen aus meinen eigenen Projekten ansehen. Hör dir an, wie die Kunden von ihrer Zusammenarbeit erzählen, oder öffne die Texte über „Weiterlesen“.
Unternehmen, bei denen der Online-Auftritt jetzt zu den Ergebnissen passt.
Noch Fragen zum Einholen von Testimonials?
Wie lang sollte ein gutes Testimonial sein?
Dein Traumkunde sollte verstehen, welches Problem der Kunde hatte, wie du ihm geholfen hast und was dabei herausgekommen ist. Wenn deine Dienstleistung viel Erklärung braucht, darf die Kundenstimme entsprechend ausführlich sein. Heb auf deiner Website eine starke Aussage daraus hervor und gib Besuchern die Möglichkeit, die ganze Erfahrung zu lesen.
Reicht eine Google-Bewertung als Kundenstimme?
Eine ausführliche Google-Bewertung kann viel über deine Arbeit erzählen. Wenn dort aber nur „Alles super“ steht, hilft das deinem Traumkunden kaum weiter. Geh deshalb mit deinem Kunden durch, was sein Problem war und was sich durch eure Zusammenarbeit verändert hat. Daraus kann er auch eine aussagekräftige Bewertung machen.
Was mache ich, wenn mein Kunde keine Zeit zum Schreiben hat?
Biete ein Gespräch oder ein kurzes Formular mit einzelnen Fragen an. Bereite seine Antworten anschließend als Text auf und lass ihn prüfen und freigeben. So muss dein Kunde seine Erfahrung erzählen, aber keinen fertigen Werbetext verfassen.
Darf ich ein Testimonial kürzen oder umformulieren?
Wenn du Wiederholungen kürzt oder gesprochene Antworten zu einem Text zusammenfasst, schick deinem Kunden die fertige Fassung zum Gegenlesen. Er soll sich darin wiedererkennen und dir bestätigen, dass du seine Erfahrung richtig wiedergegeben hast. Danach könnt ihr den Text veröffentlichen.
Welcher Kunde hat dir zuletzt von einem Erfolg erzählt?
Schreib dieser Person und frag sie, ob sie dir in einem kurzen Gespräch von ihrer Erfahrung erzählen möchte. Den Fragenleitfaden hast du jetzt. Du musst nur noch einen Termin vereinbaren und zuhören.
Gönn dir Kundenstimmen, die endlich zeigen, was du draufhast.
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Kundenstimmen auf der Danke-Seite nach der Terminbuchung →
Ich bin , Gründer von Krisnetics. Ich entwickle individuelle, verkaufsoptimierte Online-Auftritte für Unternehmen. Wie das für meine Kunden aussieht, findest du in den verlinkten Kundenstimmen und Fallstudien.




